
„Die Entkräftung des Urheberrechts führt zur Zerschlagung des kreativen Ökosystems“
Der Widerstand aus der Kultur- und Kunstszene gegen den 「AI-Aktionsplan der Republik Korea (Entwurf)」 nimmt zu. 16 Organisationen von Kreatoren und Rechteinhabern, die alle Bereiche kultureller Inhalte wie Literatur, Musik, Rundfunk, Kunst und Video vertreten, haben am 15. Dezember eine scharfe Kritik an dem Plan geübt, der vom Nationalen Strategiekomitee für Künstliche Intelligenz veröffentlicht wurde, und erklärt, dass er „die Essenz des Urheberrechts untergräbt und die Nachhaltigkeit der Kulturindustrie bedroht“.
Diese Organisationen weisen insbesondere darauf hin, dass Punkt 32 des Aktionsplans den AI-Unternehmen erlaubt, Werke ohne Zustimmung der Urheber als Trainingsdaten zu nutzen, was faktisch eine „Haftungsfreistellung für unbefugte und unentgeltliche Nutzung“ darstellt, und fordern dessen sofortige Rücknahme und eine umfassende Überprüfung.
„AI-Entwicklung ohne angemessene Vergütung ist nur Ausbeutung“
Die Organisationen der Kreatoren und Rechteinhaber behaupten, dass dieser Plan das Grundprinzip der Urheberrechtsgesetzgebung, das „angemessene Vergütung“ vorsieht, direkt negiert. Das Urheberrechtsgesetz hat zum Ziel, die Rechte der Kreatoren zu schützen und gleichzeitig die gesellschaftliche Nutzung in Einklang zu bringen, wobei der Ausgangspunkt die angemessene Vergütung für kreative Arbeit ist.
Die Organisationen kritisieren, dass die Regierung im Namen der Förderung der AI-Industrie den Umfang der fairen Nutzung übermäßig ausdehnt, sodass gewinnorientierte private Unternehmen die privaten Eigentumsrechte der Kreatoren frei nutzen können. Dies schwächt die Motivation zur Schaffung und ist eine Entscheidung, die langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Kulturindustrie selbst untergräbt.
„Verzerrter globaler Trend… nur selektives Zitieren“
Es gab auch starke Gegenargumente zu dem von der Regierung vorgebrachten „globalen Trend“. Die internationale Gemeinschaft fordert vielmehr klar die Genehmigung der Urheber im AI-Lernprozess und arbeitet daran, die Herkunft und den Umfang der verwendeten Trainingsdaten transparent offenzulegen.
Dennoch ist es eine Täuschung der Kreatoren, nur auf die Ausnahmefälle einiger Länder zu verweisen, um eine umfassende Haftungsfreistellung zu verfolgen, und es wird als Verzerrung des internationalen Trends kritisiert.
Entkräftung bestehender Richtlinien… „Voreingenommene Politik zugunsten von AI-Unternehmen“
Das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus hat bereits 「Richtlinien zur fairen Nutzung」 erstellt, die jedoch in Bezug auf den Schutz der Kreatoren als unzureichend kritisiert werden. In dieser Situation wird die Absicht der Regierung, innerhalb weniger Monate rechtliche Haftungsfreistellungen für das AI-Training einzuführen, eindeutig als voreingenommene Politik angesehen, die nur die Interessen der AI-Unternehmen widerspiegelt.
Die Organisationen bewerten dies als „eine hastige Umsetzung ohne Kohärenz mit bestehenden Systemen und ohne gesellschaftlichen Konsens“.
Ineffektives Opt-out, Verantwortung auf individuelle Kreatoren abwälzen
Besonders problematisch ist der Punkt des „Opt-out“-Verfahrens. Die Bedingung, dass Urheber ihre Ablehnung in maschinenlesbarem Format direkt äußern müssen, um Schutz zu erhalten, wird als Struktur kritisiert, die faktisch die Aufgabe von Rechten für individuelle Kreatoren mit wenig Technologie und Kapital erzwingt.
Die Organisationen kritisieren, dass es sich um ein System handelt, das die Verantwortung zur Verhinderung von Rechtsverletzungen auf die einzelnen Kreatoren abwälzt und nur ein ineffektives Instrument ist.
„Um das Ziel der AI-Top 3 zu erreichen, darf das kreative Ökosystem nicht geopfert werden“
Ein Vertreter der Kreatoren- und Rechteinhaberorganisationen betont: „Es ist ein offensichtlicher politischer Widerspruch, dass die Regierung anerkennt, dass der Wert der Trainingsdaten steigt, aber die Kreatoren, die die Rechte an diesen Daten besitzen, ignoriert“ und fügt hinzu: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, das kulturelle und künstlerische Ökosystem zu zerstören, um das Ziel der globalen AI-Top 3 zu erreichen.“
Er fügt hinzu: „Wir werden weiterhin stark reagieren, bis die Politik in eine nachhaltige AI-Entwicklungsstrategie geändert wird, die auf dem Prinzip der angemessenen Vergütung basiert und die bereits weit verbreiteten Urheberrechtsverletzungen im AI-Lernprozess korrigiert.“
Die Kultur- und Kunstszene sieht diese Angelegenheit nicht nur als eine einfache Debatte über Industriepolitik, sondern als ein Problem, das den Wert der kreativen Arbeit und die kulturelle Souveränität betrifft. Es ist an der Zeit, dass eine gesellschaftliche Diskussion darüber, wie Innovation und die Rechte der Kreatoren im AI-Zeitalter koexistieren können, ernsthaft gefordert wird.

