"Das ist absurd"… 13,41 Millionen begeistert von Ryu Seung-wans Actionfilm 'Veteran'

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최재혁김정희
ByChoi Jae-hyuk JournalistandKim Jong-hui Journalist

Ein erfrischender Schlag des Detektivs Seo Do-cheol, der die Übergriffe eines chaebol-3. Generation bestraft… Ein gut gemachter Kriminalunterhaltungsfilm, der die Zeit durchdringt

[Magazine Kave=Kim Jeong-hee Reporter] Der Film 'Veteran' von Regisseur Ryu Seung-wan fesselt sofort die Aufmerksamkeit des Publikums vom ersten Moment an. Die Sequenz, in der Detektiv Seo Do-cheol (gespielt von Hwang Jung-min) und die Mitglieder des Kriminalkommandos während einer Operation zur Festnahme einer Gebrauchtwagen-Schmugglerbande die Verbrecher verfolgen, wirkt fast so, als wäre 'Ocean's Eleven' mit koreanischen Emotionen neu interpretiert worden – lebhaft und unterhaltsam. Es hat eine solche Anziehungskraft, dass man für einen Moment vergisst, dass es sich um einen Film handelt, der die frustrierende Realität der koreanischen Gesellschaft behandelt.

Filmstill aus 'Veteran'

Die Detektive, die zwar ungeschickt erscheinen, aber eine starke Teamarbeit zeigen, die ununterbrochenen Witze und die körperlichen Auseinandersetzungen sowie die dynamische Kameraführung lassen das Publikum auf natürliche Weise in die Welt der Kriminalpolizei eintauchen. Ihr Alltag, der von Überwachung, Abhöraktionen, Fehlschlägen und Prahlerei geprägt ist, vermittelt ein Gefühl der Vertrautheit, als ob man die Verhaltensweisen langjähriger Kollegen in einer Reality-Show beobachtet. Ironischerweise zeigt die menschliche Unvollkommenheit, die mehr als ein perfektes System besteht, eine Vertrauensbildung.

Eines Tages trifft Seo Do-cheol durch den ihm bekannten Fahrer Bae (gespielt von Jung Woong-in) auf einen schockierenden Vorfall. Der Fahrer Bae, der unter ausstehenden Löhnen und ungerechtfertigter Entlassung leidet, ist in einen Vorfall verwickelt, der mit den Beleidigungen und Übergriffen seines Chefs zu tun hat. Als er bemerkt, dass es sich nicht um einen einfachen Arbeitskonflikt handelt, beginnt Do-cheol mit dem Instinkt eines erfahrenen Detektivs mit den Ermittlungen.

Je tiefer er in den Fall eintaucht, desto mehr wird offenbar, dass hinter den Kulissen ein riesiges Kartell aus dem chaebol-3. Generation Jo Tae-o (gespielt von Yoo Ah-in), Shinjin Materials und den ihn schützenden Anwälten und Sicherheitskräften steckt. Im Gegensatz zu den verletzlichen Opfern, die am Tatort bluten, wird die ungerechte Struktur, in der die Verantwortlichen in Hochhäusern unbeschwert leben, schonungslos offenbart.

Jo Tae-o, das Monster, das die koreanische Gesellschaft hervorgebracht hat

Jo Tae-o ist die Personifizierung der 'Vergehen der chaebol-3. Generation', die sich die koreanischen Zuschauer vorgestellt haben. Er ist kein Bösewicht, der sich durch Verbrechen selbst hochgearbeitet hat, sondern jemand, der mit Privilegien geboren wurde. Seine Haltung und sein Blick, die andere nicht als gleichwertige Individuen behandeln, versetzen das Publikum in eine kalte Angst.

Er genießt Gewalt wie ein Spiel und ist überzeugt, dass er mit Kapital und Macht jede Grenze überschreiten kann. Er ist nicht nur ein einfacher Bösewicht, sondern das Monster, das durch das System geschaffen wurde. Sein Satz: "Wenn man es nicht zum Problem macht, ist es kein Problem, aber weil man es zum Problem macht, wird es zum Problem" symbolisiert ein deformiertes Gefühl von Privilegien.

Yoo Ah-in als Jo Tae-o

Seo Do-cheol und sein Team weichen auch vor dieser riesigen Macht nicht zurück. Doch die Ermittlungsakten verschwinden spurlos, Zeugenaussagen werden widerrufen, und die Polizeiführung wird durch äußeren Druck erschüttert. Es ist der Moment, in dem die 'Burg des Gesetzes', die nur schwer zu durchdringen ist, sichtbar wird. Während in der Vergangenheit Mauern und Gräben die Burgen schützten, übernehmen heute Anwaltskanzleien und Lobbyisten diese Rolle.

Dennoch gibt die Kriminalpolizei nicht auf. Um entscheidende Beweise für Jo Tae-os Verbrechen zu finden, verfolgen die Teammitglieder hartnäckig und mit vollem Einsatz. Selbst nach Misserfolgen stehen sie wieder auf, lächeln und bereiten den nächsten Schritt vor – ein Beispiel für den Geist des 'siebenmaligen Aufstehens'. Der Konflikt zwischen dem Detektiv, der sich aus der Tiefe hochkämpft, und dem chaebol-3. Generation, der wie ein Kaiser herrscht, eskaliert im Verlauf des Films zu einem offenen Konflikt.

Der Film pendelt spannend zwischen der 'Verwirklichung von Gerechtigkeit innerhalb der Grenzen des Gesetzes' und der 'Bestrafung derer, die über dem Gesetz stehen'. Jo Tae-os Verhalten, das versucht, das Gesetz und die Medien mit Geld zu kontrollieren und selbst die Opfer zu bestechen, erinnert an die 'Missbrauchsdebatten', die man in den Nachrichten gesehen hat, und vermittelt dem Publikum sowohl ein Gefühl der Déjà-vu als auch Wut. Seo Do-cheol bemüht sich, das Gesetz und die Prinzipien zu wahren, aber angesichts des unfairen Spiels setzt er zunehmend grobe Methoden ein, um Gerechtigkeit zu verwirklichen.

Je näher der Film dem Ende kommt, desto mehr steigert er sowohl die Spannung als auch das Vergnügen. Das Team der Kriminalpolizei sichert sich Schritt für Schritt die Beweise für die Verbrechen von Jo Tae-o und bereitet den letzten Schlag vor. Jo Tae-o hingegen trifft noch gewagtere und bösartige Entscheidungen, um seine Burg zu verteidigen, und verspottet die Staatsgewalt.

Die letzte Konfrontation im Herzen von Myeongdong geht über einfache Gut-Böse-Dichotomie hinaus und vermittelt ein Gefühl der Befreiung, als ob man einen Ort sieht, an dem Gerechtigkeit in der Realität verwirklicht wird. Der Film trifft bis zum Schluss genau den emotionalen Nerv, den das Publikum begehrt, und rast mit Hochgeschwindigkeit voran.

Der Alchemist des Genres, Ryu Seung-wans Gespür für Balance

Der wahre Wert von 'Veteran' zeigt sich im genretypischen Gleichgewicht. Kriminaldrama, Komödie, Action und gesellschaftliche Satire sind meisterhaft kombiniert, ohne in eine Richtung zu kippen. Regisseur Ryu Seung-wan behandelt ernste gesellschaftliche Probleme, ohne zu ernst zu werden, und vermittelt Humor, ohne die Botschaft zu verlieren.

Der Humor, der direkt nach ernsten Situationen aufblitzt, und die rhythmische Musik, die nach spannenden Verfolgungsjagden fließt, manipulieren die Emotionen des Publikums. Die komplexe emotionale Struktur, in der Wut hinter dem Lachen und Bitterkeit hinter dem Vergnügen zurückbleibt, beweist, dass dieser Film ein kunstvoll gestaltetes Werk ist, das über einfache Unterhaltung hinausgeht.

Action-Szene aus dem Film 'Veteran'

Die charakteristische Actionregie von Regisseur Ryu Seung-wan sticht ebenfalls hervor. Anstatt auf schillernde Techniken zu setzen, lebt die Action von der Schlagkraft, und die Nahkämpfe in engen Räumen sowie die Verfolgungsjagden inmitten der Stadt sind rhythmisch miteinander verbunden. Besonders beeindruckend ist das Actiondesign, das den Charakteren entspricht. Seo Do-cheols grober, aber hartnäckiger Kampf und Jo Tae-os brutale und unberechenbare Gewalt spiegeln ihre Charaktere wider.

Die leidenschaftlichen Darbietungen der Schauspieler haben die Qualität des Films auf ein Höchstmaß gehoben. Seo Do-cheol, gespielt von Hwang Jung-min, ist kein typischer Vorzeigepolizist, sondern ein Charakter, der rau, aber menschlich ansprechend ist. Mit dem Satz: "Wir haben kein Geld, aber keinen Stolz?" repräsentiert er den Stolz eines Detektivs, der nicht kompromittiert, und gewinnt die Unterstützung des Publikums.

Jo Tae-o, gespielt von Yoo Ah-in, bleibt als einer der denkwürdigsten Bösewichte in der Geschichte des koreanischen Films in Erinnerung. Sein charakteristischer Gesichtsausdruck, seine Sprechweise und sein unvorhersehbares Verhalten erzeugen eine Unbehaglichkeit, die das Publikum gleichzeitig fesselt. Die intensive Energie, die zwischen den beiden Schauspielern aufeinanderprallt, ist der zentrale Antrieb von 'Veteran'.

13,41 Millionen Zuschauer, die auf die Anforderungen der Zeit reagierten

Der Grund, warum 'Veteran' einen Rekord an Zuschauerzahlen erzielt hat, liegt darin, dass der Film die Frustrationen, die das Publikum in der Realität empfindet, genau erfasst und auflöst. Wenn die Exzesse der chaebol-Familien, die die Nachrichten dominierten, auf der Leinwand nachgestellt werden, verspürt das Publikum ein bitteres Mitgefühl. Und in den Heldentaten von Seo Do-cheol erlebt es eine Art von Stellvertreterzufriedenheit, die die Ungerechtigkeit zerschlägt.

Hwang Jung-min und Yoo Ah-in in Konfrontation

Der Film präsentiert ein befriedigendes Ende, vergisst jedoch nicht das Gewicht der Realität. Die seltsame Nachwirkung, die nach dem Film bleibt, resultiert aus der Erkenntnis: "Das ist nur ein Film, die Realität bleibt unverändert." Diese komplexen Emotionen bringen das Publikum dazu, den Film immer wieder zu sehen und Fragen zur Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu stellen.

'Veteran' ist ein Paradebeispiel dafür, wie koreanische kommerzielle Filme Action, Komödie und gesellschaftliche Kritik auf raffinierte Weise kombinieren können. Die Regie von Ryu Seung-wan, die hervorragenden Darbietungen der Schauspieler und das solide Drehbuch vereinen sich in diesem Werk, das auch mit der Zeit unverändert Spaß und Bedeutung vermittelt.

Letztendlich ist dieser Film ein erfrischendes Glas Limonade für das erschöpfte Publikum der Realität und gleichzeitig ein Spiegel, der uns dazu bringt, über die Welt, in der wir leben, nachzudenken. Bei seiner Veröffentlichung im Jahr 2015 wurde er von 13,41 Millionen Menschen gewählt und wird bis heute geliebt, weil das Verlangen des Publikums nach Gerechtigkeit und Befreiung, auch wenn sich die Zeiten ändern, nach wie vor gültig ist. 'Veteran' wird als kulturelles Phänomen in Erinnerung bleiben, das die Emotionen seiner Zeit durchdringt.

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