Tatata Tatata Tatatat ‘Film Exit’

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최재혁
By Choi Jae-hyuk Journalist

Ein Film, der Ihnen im Leben ‘unbedingt’ hilft

In der Mitte des Festsaals beginnt der Rauch über dem Festtisch zu steigen. Doch niemand bemerkt es. Die Mutter (Go Du-shim), die wegen ihres arbeitslosen Sohnes in Verlegenheit ist, der Vater (Kim In-hwan), der sich Mühe gibt, sein Gesicht zu wahren, und die Geschwister, die mit dem Personal des Veranstaltungsortes streiten – alle sind nur auf das 'Gesicht der Familie' und den 'Verlauf der Feier' fokussiert. Der Film 'Exit' beginnt mit dieser erstickenden Szene eines Familiengeburtstags, die an das Besteigen des Everest ohne Sauerstoffflasche erinnert.

Der Protagonist Yong-nam (Jo Jung-suk) war in seiner Universitätszeit ein aufstrebender Stern im Bergsteigerclub. Doch vor der riesigen Wand der Gesellschaft ist er ein langzeit arbeitsloser Mensch, der immer wieder abstürzt. Zu Hause ist er ein Schatten, und bei Freundestreffen murmelt er immer nur: „Ich schaue mir einfach ein paar Dinge an.“ Heute arbeitet er wieder einmal widerwillig auf Drängen seiner Mutter als Kellner im Festsaal und bewegt sich wie ein unsichtbarer Mensch mit eingezogenem Kopf.

Doch plötzlich taucht in diesem trostlosen Festsaal eine Person in seinem Blickfeld auf. Die Nachfolgerin aus dem gleichen Club, Ui-joo (Im Yoon-ah). Sie arbeitet jetzt als festangestellte Mitarbeiterin im Event-Team dieses Gebäudes und hat buchstäblich 'den Lebenswandel erfolgreich gemeistert'. Yong-nam zeigt mit gemischten Gefühlen von Freude und Minderwertigkeitskomplexen eine unbeholfene Vertrautheit, während Ui-joo hinter ihrem unbeholfenen Lächeln professionell Abstand wahrt. Zwischen ihnen liegt die strahlende Erinnerung an die Vergangenheit und die harte Realität der Gegenwart.

In der Zwischenzeit steht die Stadt vor einer völlig anderen, kurz vor der Explosion stehenden Krise. Ein unbekanntes, giftiges Gas beginnt an verschiedenen Orten in der Innenstadt auszutreten. Zunächst verwandelt sich der weiße Rauch, der in der Ferne aufsteigt, in ein tödliches Gas, das Menschen allein durch das Einatmen zu Boden schlägt. Die Straße vor dem Gebäude wird zur Hölle, und die Menschen fallen ohne Fluchtmöglichkeit auf den Asphalt. Auch der Festsaal bleibt nicht verschont. Als seltsamer Rauch durch das Fenster dringt und jemand keuchend zu Boden fällt, erkennen die Menschen endlich, dass sie mitten in einem Katastrophenfilm gelandet sind.

Von diesem Moment an schaltet der Film einen Gang höher. Das giftige Gas ist leicht und steigt nach oben, es verschlingt nacheinander die ersten, zweiten und dritten Etagen des Gebäudes. Die einzige Wahl für das Überleben ist: „Wir müssen höher hinaus.“ Doch hier beginnt die Vergangenheit von Yong-nam, die bisher 'nutzlos' erschien, plötzlich zu leuchten. Die Fähigkeiten eines jungen Mannes, der im Bergsteigerclub besser klettern konnte als jeder andere, verwandeln sich in die einzige Fähigkeit, die seine Familie und andere retten kann. Es wird zu Yong-nams Aufgabe, über Geländer zu klettern, die Außenwand hochzuklettern und Seile zu spannen, um Rettungsrouten zu schaffen. Auch Ui-joo nutzt ihre Erfahrungen aus der Zeit im Club und erkundet zusammen mit Yong-nam die Innen- und Außenbereiche des Gebäudes, um Überlebensrouten zu finden.

Katastrophen komisch begegnen

Während die gesamte Stadt von weißem Giftgas durchdrungen wird, nutzt der Film aktiv die Perspektive 'von oben herab'. Die Kamera senkt beharrlich den Blick auf die Straße und prägt den Zuschauern die Tatsache ein: 'Wenn du da unten fällst, ist es vorbei.' Yong-nam und Ui-joo springen von Dach zu Dach und nutzen die Außeneinheiten der Klimaanlagen und Schilder als Sprungbrett. Die Höhe des Gases steigt ständig, und der sichere Bereich, den sie erreichen können, wird immer kleiner. Der Umfang der Katastrophe wächst, aber der Film konzentriert sich strikt auf die beiden und eine Familie, ein Gebäude. Ich werde hier nicht weiter darauf eingehen, wie sie am Ende ein Notsignal senden und wie sie den Schlüssel zur Flucht finden. Die letzten Szenen von 'Exit' sind überraschend befriedigend und lustig in ihrem Rhythmus für einen Katastrophenfilm.

Die verdrehte Realität Koreas erneut verdrehen

'Exit' ist auf den ersten Blick ein typischer Katastrophen- und Fluchtfilm. Mit Bedrohungen durch giftige Gase, begrenztem Raum, einem sich mit der Zeit verengenden sicheren Bereich und der Verwandlung einer gewöhnlichen Person in einen Helden folgt er dem grundlegenden Schema des Genres wie ein Lehrbuch. Doch das Interessante an diesem Film ist, dass er dieses Schema präzise in die spezifische Realität der koreanischen Gesellschaft einfügt.

Yong-nam ist das häufigste Gesicht eines koreanischen Jugendlichen in den 2010er Jahren. Er hat anständige Qualifikationen, findet aber keinen Job und hört oft zu Hause: „Was machst du eigentlich?“ Er ist wie ein Kletterer, der versucht, endlos die Wand mit einem Lebenslauf zu erklimmen, der ihm immer wieder aus den Händen gleitet. Die Scham, das Unbehagen und die Unannehmlichkeiten, die er zu Beginn des Films bei einem Familientreffen empfindet, drücken die Zuschauer mehr als die Katastrophe.

Hier wird das Klettern nicht nur zu einem einfachen Actionelement, sondern funktioniert als Metapher. Hobbys und die Zeit der Jugend, die nicht in Prüfungen, Qualifikationen oder Zertifikate umgerechnet werden können, werden oft als 'nutzlos' betrachtet. Doch 'Exit' sagt, dass diese 'nutzlosen Dinge' in bestimmten Momenten entscheidend für das Überleben sein können. Die Szene, in der Yong-nam über das Geländer klettert und die Außenwand des Gebäudes hochklettert, sieht so aus, als würde er die Zeiten, die er in seinem Leben nicht erklären konnte, vollständig heraufbeschwören. Die Erfahrungen, die er nicht für die Familie oder die Gesellschaft, sondern nur für sich selbst gemacht hat, retten letztendlich ihn und andere. Dies hat beim Publikum große Resonanz gefunden.

Der Regiestil ist ebenfalls exquisit. Während der Film die Angst und Anspannung eines Katastrophenfilms aufrechterhält, verliert er nie den Humor. Selbst in der Szene, in der sie vor dem Gas auf das Dach fliehen, gibt es einen Austausch von Clubausdrücken wie „Ich nehme den blauen Griff!“ und „Da ist ein Halt!“ wie in einer Indoor-Kletterhalle. Selbst beim Anbringen eines Seils erscheinen die korrekten Kletterbegriffe und -bewegungen, sodass die Szene nicht wie eine übertriebene 'Comic'-Darstellung wirkt, sondern wie ein tatsächlich mögliches Ereignis. Gleichzeitig tauchen immer wieder Menschen auf, die in einer Katastrophensituation an Kleinigkeiten festhalten, was eine schwarze Komödie erzeugt.

Hier kommt die Energie der Schauspieler stark zum Tragen. Yong-nam, gespielt von Jo Jung-suk, ist eine Figur, in der sich seine einzigartige körperliche Komik und sein Alltagsdarstellung perfekt verbinden. Wenn er Angst hat, schreit er unnötig laut, und sein Gesicht ist von Angst verzerrt, während sein Körper bereits halb draußen ist. Selbst in Krisensituationen ist die Detailgenauigkeit, dass er aus seiner Tasche ein mit Bohnenmehl beschmutztes Reisküchlein zieht, stimuliert sowohl das Lachen als auch die Anspannung. Es fühlt sich an, als würde nicht Spider-Man, sondern 'Onkel Spider' das Gebäude hochklettern. Ui-joo, gespielt von Yoon-ah, ist nicht einfach nur die 'Hauptdarstellerin'. Sie ist eine praktische Partnerin, die geschickt Seile organisiert und die Situation beurteilt, um Rettungsrouten zu planen. Zwischen ihnen gibt es anstelle einer offensichtlichen Romanze ein seltsames Gefühl von Kameradschaft und Motivation. Die ehemaligen Clubkollegen, die früher zusammen geschwitzt haben, erkunden nun erneut Routen in einer städtischen Umgebung.

Die Mise-en-scène und die Raumnutzung sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Der Großteil von 'Exit' spielt in einem Festsaal, auf Dächern, an den Außenwänden umliegender Gebäude, Treppen und Notausgängen – also in sehr begrenzten Räumen. Doch der Film nutzt diesen engen Raum endlos detailliert, indem er ihn in alle Richtungen aufteilt. Er hängt Leitern auf, reißt Banner ab, um Seile zu machen, und nutzt Wassertanks, Schilder und Klimaanlagen als Sprungbrett. Während der Fokus auf vertikalen Bewegungen liegt, zeigt er die Essenz der 'Kletteraktion', die in koreanischen Katastrophenfilmen selten zu sehen ist. Die Zuschauer halten unbewusst den Atem an und umklammern die Armlehnen ihres Stuhls. Es entsteht der Eindruck, als würden sie selbst die Außenwand hochklettern.

In sozialer Hinsicht stellt 'Exit' die dunkle Realität koreanischer Jugend nicht direkt in den Vordergrund, sondern verankert sie geschickt in den Details. Die Szenen, in denen Yong-nam Demütigung empfindet, stammen meist aus dem Rahmen des „arbeitslosen Kindes“. Die Familie wird nicht als völlig böse dargestellt. Die Eltern sind einfach zwischen Sorge und Gesichtswahrung hin- und hergerissen, und die Geschwister sind damit beschäftigt, selbst zu überleben. Ohne jemanden zum Bösewicht zu machen, wird das Gefühl der Jugendgeneration, 'bin ich ein nutzloser Mensch?', präzise angesprochen. Die Struktur, in der solche Figuren in einer Katastrophensituation endlich den Wert ihrer Fähigkeiten erkennen, hinterlässt einen einfachen, aber tiefen Nachhall.

Natürlich ist es schwer zu sagen, dass dieser Film perfekt ist. Die Ursachen der Katastrophe oder die sozialen Auswirkungen danach werden kaum behandelt, und die Prämisse des giftigen Gases ist in gewisser Weise fast fantasievoll. Es gibt auch den Eindruck, dass der Fokus übermäßig auf die Hauptfamilie gelegt wird, im Vergleich zum umfangreichen Ausmaß der Schäden. Doch 'Exit' konzentriert sich ursprünglich mehr auf „die gewöhnlichen Jugendlichen, die körperlich durchbrechen“ als auf die Politik oder Systemkritik der Katastrophe. Innerhalb dieser Absicht erfüllt der Film seine Aufgabe ordentlich und ziemlich clever. Anstelle von emotionalem Übermaß oder unnötigem Pathos punktet er mit körperlicher Komik, Ideen und Raumnutzung.

Ein unvergessliches Notsignal nach einmaligem Sehen

Für diejenigen, die Katastrophenfilme sehen möchten, aber übermäßig düstere und schwere Werke vermeiden wollen, passt 'Exit' perfekt. Dieser Film behandelt zwar die Situation, in der die gesamte Stadt in Gefahr ist, drückt jedoch die Zuschauer nicht bis zum Ende nieder. Selbst inmitten der Krise bewahrt er Humor und Vitalität, und gegen Ende der Abspann läuft, fühlt man sich seltsamerweise erfrischt. Man bekommt ein seltsames Gefühl von Selbstvertrauen: „Ja, ich kann noch etwas tun.“

Außerdem möchte ich ihn auch den Jugendlichen empfehlen, die sich wegen Arbeits- und Karriereproblemen selbst herabsetzen. 'Exit' ist kein Film, der Lösungen anbietet. Doch er zeigt die Vorstellung, dass Fähigkeiten, die von Erwachsenen nicht anerkannt wurden und Hobbys und Erfahrungen, die man selbst als unbedeutend erachtet hat, aus einer anderen Perspektive leuchten können. Die Botschaft, dass „das, was ich gerade tue, mich eines Tages retten könnte“, mag übertrieben erscheinen, aber im Medium Film kommt sie durchaus überzeugend rüber.

Schließlich ist 'Exit' ein hervorragendes Beispiel dafür, wie koreanische kommerzielle Filme Genre und Realität, Komödie und Action miteinander vermischen können. Nach dem Ansehen dieses Films wird man wahrscheinlich denken: „Selbst wenn mein Leben gerade wie eine Katastrophe aussieht, sollte ich vielleicht einmal aktiv werden?“ Ohne große Lehren hat der Film die Kraft, das Publikum leicht zum Schwingen zu bringen. Das könnte das wertvollste Merkmal von 'Exit' sein.

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